Jedem von uns ist es wichtig, gehört, gesehen, richtig verstanden und auf Augenhöhe behandelt zu werden — nur so entsteht ein gutes Gefühl bei der Kommunikation.
Genauso wichtig ist es, über Emotionen angemessen zu reden – um sich richtig zu verstehen. Angemessen bedeutet: ehrlich und nicht abwertend. Abwertung wirkt auf uns unvermeidbar verletzend, bereitet uns unerwünschte Gefühle.
✅ Jede unerwünschte Emotion hat ihre Ursache und ihre Funktion — sie kann uns helfen, den erwünschten emotionalen Zustand wiederherzustellen. Gut dienen dabei kann die
HANDLUNGS-GEFÜHL-STELLUNGNAHME:
«Als du …(dies)…. gesagt / getan hast, habe ich …(das)… gefühlt»
als Formel, die die Kausalität wertungsfrei offenlegt und ein gegenseitiges Verständnis und ein besseres Gefühl ermöglicht. Denn manchmal ist es uns nicht bewusst, welche Emotionen unsere Handlungen und Äußerungen bei Anderen auslösen. Beispiele:
«Als Du meine E-Mail nicht beantwortet hast, habe ich mich traurig gefühlt».
«Als Du Dein Versprechen nicht angehalten hast, hat es mich geärgert».
«Wenn Du mit der Tür schlägst, bekomme ich Angst».
Eine angemessene Antwort darauf wäre beispielsweise:
«Ich nehme wahr, dass Du Dich so … gefühlt hast, als ich …».
Eine anschließende Handlung könnte sein, Verständnis auszudrücken oder eigene Verantwortung zu übernehmen bzw. um Entschuldigung zu bitten.
❗️ Aber fragen Sie zuerst, ob Ihr Partner bereit ist, Zeit und Aufmerksamkeit für dieses Gespräch aufzubringen. Und bitten Sie ihn, ehrlich und offen zu sein, so wie Sie offen und ehrlich mit ihm sind. So fühlt sich jeder auf Augenhöhe behandelt: gefragt, gehört, verstanden und berücksichtigt. Das hilft, wohltuende Nähe und eine gut funktionierende Beziehung wiederherzustellen oder aufzubauen. Das hilft auch, eine gute Sensibilität gegenüber Abwertungen zu entwickeln, um auf sie rechtzeitig und effektiv zu reagieren.
